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Schwedenfahne, Foto von daik+/flickr.com

Schwedenfahne, Foto von daik+/flickr.com

Wer leidenschaftlich gerne im Freien zeltet, dem ist Schweden ein wahres Paradies. Dort erwartet nämlich jeden Besucher der Brauch des Allemansträtt, was so viel wie “Jedermannsrecht” bedeutet. Dieser einzigartige Freibrief erlaubt es jedem, sein Zelt aufzubauen, zu segeln oder baden, auch Beeren und Pilze zu sammeln, wo auch immer es einem beliebt. An jedem Brunnen, jedem See und jeder Quelle ist es erlaubt, Wasser zu schöpfen, an jedem auserkorenen Platz das Lagerfeuer zu schüren. So wird jedem erlaubt, vom Leben in den Armen der Natur zu kosten, zusammen mit Pflanzen, Tieren und den bekannten Trollen und Waldgeistern Schwedens.

Dazu müssen natürlich auch grundsätzliche Regeln befolgt werden. So ist es empfehlenswert, stets Eigentümer von Wiesen und Feldern, sofern diese sich in der Nähe befinden, um Erlaubnis zum Kampieren zu fragen. In letzter Zeit mehren sich die Verbotsschilder vor allem an der Westküste des Landes, die man rücksichtslosen Besuchern zu verdanken hat. Die Aufschrift “Nature camping” jedoch weist die Campingfreunde darauf hin, dass der Eigentümer eine kleine Entschädigung für die Übernachtungserlaubnis im Freien erwartet.

Wer das umgehen will, den laden ca. 700 gut ausgebaute Zeltplätze zum Niederlassen und Wohlfühlen ein. Diese sind vor allem im Süden und an den Küsten zu finden. Beim schwedischen Verkehrsbüro oder den örtlichen Verkehrsämtern, kann man sich über die komplette Aufstellung der Angebote informieren. Überaus begehrt sind im Sommer die “Hytter”, kleine Holzhütten, die etwa die Hälfte aller Campingplätze anbieten. Für diejenigen, die mit dem Auto anreisen und ihr Bettzeug im Kofferraum verstauen können, bieten diese Hütten mit stets zwei bis sechs Betten, eine gute Möglichkeit.

Manche Plätze bieten ihren Gästen neben Saunen, Tennis- und Golfplätzen, Fahrrädern, Schwimmbädern oder Pferden, auch Boote und Kanus zur Vermietung an. Außerdem sind sie meist auch behindertengerecht ausgebaut.

Wer sich als eifriger Campingplatzbenutzer versteht, dem kann eine Camping-Karte vom Schwedischen Campingverband weiterhelfen. Die bieten den Vorteil, die Formalitäten bei der An- und Abreise sowie beim Bezahlen, zu erleichtern. Die Durchschnittsgebühren für ein Zelt, zwei Personen und einen PKW sind recht erschwinglich. Beim Mieten einer Stuga, den angebotenen Bungalows, schwankt der Preis je nach Ort und Ausstattung.

Schwedens Weiten halten also für jeden, je nach Wunsch, ein Plätzchen bereit, die den Urlauber und Naturfreund locken.

 

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